In het kort: Spotify verkauft keine Guthaben- und Geschenkkarten mehr. Auf der eigenen Hilfeseite schreibt das Unternehmen unmissverständlich: „Du kannst keine Spotify Geschenkkarten mehr kaufen.“ Wer noch eine Karte oder einen Code besitzt, kann diesen aber weiterhin einlösen – drei Jahre lang ab Kaufdatum.
Weil das viele Leute erst merken, wenn sie vor dem leeren Kartenständer im Supermarkt stehen oder einen Onlineshop ohne Bestand finden, klären wir hier drei Dinge: was mit einer vorhandenen Karte passiert, warum es die Karten nicht mehr gibt, und welche Zahlungswege für Spotify Premium heute tatsächlich funktionieren.
Ihre vorhandene Karte bleibt gültig – das sind die Regeln
Eine bereits gekaufte Karte verfällt nicht mit dem Verkaufsstopp. Es gelten aber ein paar Bedingungen, die man kennen sollte, bevor man den Code eintippt:
- Geldigheid: drei Jahre ab dem Kaufdatum der Karte – nicht ab dem Tag der Einlösung.
- Nur Premium Individual: Der Code funktioniert ausschließlich für das Einzelabo. Für Duo, Family oder das Studentenabo lässt er sich nicht verwenden.
- Höchstgrenze: Pro Konto können insgesamt maximal 18 Monate Premium über Codes eingelöst werden.
- Verrechnung: Das Guthaben wird nicht sofort ausgezahlt, sondern zum nächsten Zahlungstermin Ihres Abos verrechnet.
Code einlösen – Schritt für Schritt
- Melden Sie sich mit dem Konto an, für das das Guthaben gelten soll. Ein einmal eingelöster Code lässt sich nicht auf ein anderes Konto übertragen.
- Open spotify.com/account/redeem im Browser. Über die App funktioniert die Einlösung nicht.
- Geben Sie den Code ein. Bei einer physischen Karte müssen Sie das Feld auf der Rückseite freirubbeln.
- Bestätigen Sie die Eingabe. Danach steht das Guthaben in Ihrem Konto und wird zum nächsten Abrechnungstermin verwendet.
Wenn der Code abgelehnt wird, liegt es fast immer an einer der Bedingungen oben: falsches Abomodell, bereits ausgeschöpfte 18 Monate, oder eine Karte, deren Kaufdatum mehr als drei Jahre zurückliegt.
Warum es die Karten nicht mehr gibt
Spotify hat den direkten Verkauf der Geschenkkarten zum 31. März 2025 beendet und sich anschließend Stück für Stück aus dem Kartengeschäft im Einzelhandel zurückgezogen. Die Kartenständer bei Elektronikmärkten und im Lebensmitteleinzelhandel wurden nicht mehr nachgefüllt, und auch die Belieferung von Onlinehändlern lief aus.
Der Grund ist betriebswirtschaftlich und nicht technisch: Prepaid-Karten sind für einen Abo-Anbieter aufwendig. Sie verursachen Handelsmargen, Logistikkosten und Rückfragen im Support, während das eigentliche Ziel – ein laufendes Abo mit hinterlegter Zahlungsart – auf direktem Weg günstiger zu erreichen ist. Andere Streaminganbieter sind denselben Schritt gegangen.
Für Kundinnen und Kunden heißt das: Der Weg „Karte kaufen, Code eintippen, fertig“ existiert für Neukäufe nicht mehr. Es gibt aber weiterhin Wege, Premium ohne hinterlegte Kreditkarte zu bezahlen.
Diese Alternativen funktionieren wirklich
1. paysafecard – der direkte Ersatz
Von allen Prepaid-Wegen kommt die paysafecard dem alten Kartenmodell am nächsten: Sie ist bei Spotify als Zahlungsart hinterlegbar, und Sie zahlen im Voraus, ohne Konto- oder Kreditkartendaten anzugeben. Je nach Guthaben lässt sich Premium für einen Monat oder für mehrere Monate im Voraus begleichen.
So gehen Sie vor: Guthaben besorgen, auf spotify.com anmelden, unter den Zahlungsarten paysafecard auswählen und den 16-stelligen Code eingeben. Wichtig ist, dass Sie das Abo über die Website abschließen – nicht in der App.
Bei uns erhalten Sie den Code sofort per E-Mail: paysafecard-Guthaben von 5 € bis 150 €. Für ein einzelnes Monatsabo reicht paysafecard 10 €".
2. Google Play Guthaben – wenn das Abo über Android läuft
Haben Sie Ihr Premium-Abo ursprünglich in der Android-App abgeschlossen, wird es über Google Play abgerechnet. Dann können Sie es mit Google-Play-Guthaben bezahlen: Guthaben im Play Store einlösen, und die nächste Abobuchung wird davon abgezogen.
Der Weg funktioniert nur, wenn Google Play tatsächlich der Abrechnungsweg Ihres Abos ist. Prüfen können Sie das in den Kontoeinstellungen bei Spotify – steht dort Google als Zahlungsanbieter, passt es.
Passendes Guthaben finden Sie hier: Google Play Guthaben von 5 € bis 100 €".
3. Wunschgutschein – wenn Sie verschenken wollen
Wer ursprünglich eine Spotify-Karte verschenken wollte, steht jetzt ohne Geschenk da. Ein Wensbon ist hier die praktischere Lösung: Die beschenkte Person sucht sich selbst aus, wo sie ihn einlöst. Das ist ehrlicher als ein Gutschein für einen Dienst, den man vielleicht gar nicht nutzt.
Was nicht funktioniert: Apple-Guthaben
Ein verbreiteter Irrtum. Spotify Premium lässt sich wegen Apples Regeln nicht innerhalb der iOS-App abschließen – das Abo läuft deshalb auch nicht über Ihre Apple-ID. Ein App-Store-Guthaben können Sie für Spotify folglich nicht einsetzen. Wer sein Abo früher einmal über Apple abgeschlossen hat, verwaltet und kündigt es weiterhin dort, kann es aber nicht mit neuem Guthaben verlängern.
Spotify Premium verschenken – was heute noch geht
Ein fertiges Geschenkpaket wie früher gibt es nicht mehr. In der Praxis bleiben drei Wege:
- Abo auf eigene Rechnung einrichten: Sie schließen Premium für die beschenkte Person ab und hinterlegen Ihre Zahlungsart. Fair, aber es läuft weiter, bis jemand kündigt – sagen Sie das dazu.
- Premium Family: Wenn mehrere Menschen im selben Haushalt Musik hören, ist der Familientarif günstiger als mehrere Einzelabos und lässt sich sauber teilen.
- Prepaid-Guthaben verschenken: Een paysafecard-Code of een Wensbon überlässt der beschenkten Person die Entscheidung – und funktioniert auch dann noch, wenn sie längst einen anderen Dienst nutzt.
Frequently Asked Questions
Ist meine alte Spotify-Karte jetzt wertlos?
Nein. Sie bleibt drei Jahre ab Kaufdatum gültig und lässt sich ganz normal über spotify.com/account/redeem einlösen. Nur neu kaufen können Sie keine mehr.
Wo bekomme ich noch Spotify-Karten?
Im regulären Handel nicht mehr. Wenn Ihnen irgendwo noch Karten angeboten werden, handelt es sich um Restbestände – oder um Angebote, bei denen Vorsicht angebracht ist. Prüfen Sie in dem Fall Verkäufer und Rückgabebedingungen genau, bevor Sie zahlen.
Kann ich Spotify Premium ohne Kreditkarte bezahlen?
Ja. Auf spotify.com stehen unter anderem PayPal, SEPA-Lastschrift, die Abrechnung über die Mobilfunkrechnung und die paysafecard zur Verfügung. Ein Bankkonto oder eine Kreditkarte ist also nicht zwingend nötig.
Warum wird mein Code nicht angenommen?
Die häufigsten Gründe: Sie versuchen ihn für Duo, Family oder das Studentenabo einzulösen – das geht nicht. Oder die Obergrenze von 18 Monaten pro Konto ist erreicht. Oder das Kaufdatum liegt mehr als drei Jahre zurück. Auch wichtig: Die Einlösung funktioniert nur im Browser, nicht in der App.
Bekomme ich mein Guthaben ausgezahlt, wenn ich kündige?
Nein. Eingelöstes Guthaben ist an das Konto gebunden und wird mit künftigen Abobuchungen verrechnet. Eine Auszahlung ist nicht vorgesehen – lösen Sie einen Code also erst ein, wenn Sie Premium auch nutzen wollen.
Gilt der Verkaufsstopp weltweit?
Der direkte Verkauf über Spotify wurde zum 31. März 2025 eingestellt. In einzelnen Ländern tauchen über Handelspartner zeitweise noch Karten auf, verlässlich planen lässt sich damit aber nicht. Für Deutschland gilt: Rechnen Sie nicht mehr mit Nachschub.